Welche Magen-Darm-Probleme machten sich bei Ihnen beim Laufen bemerkbar?
Ab 2020 nahmen meine Durchfallbeschwerden stetig zu: Teilweise musste ich mehrere Tage hintereinander das Training unterbrechen und „in die Büsche“, bald schon notierte ich in meinen Trainingstagebüchern die guten Tage mit „kein Durchfall“. Egal, ob ich langsame Entspannungstrainings oder Tempoeinheiten gemacht hatte: Etwa nach 20 Minuten pünktlich setzte der Durchfall ein. Internetrecherchen brachten keinen großen Erkenntnisgewinn – einzig Erfahrungen von anderen Betroffenen, denen es genauso geht, wie mir und die auch nirgendwo Hilfe fanden. Ich habe dann viele Ärzte abgeklappert, die allesamt ratlos waren, denn bei mir war eigentlich alles in bester Ordnung. Blutwerte wurden kontrolliert, eine Magen- und Darmspiegelung durchgeführt und sogar eine Endosonografie zur Kontrolle der Durchblutung der Darmwand brachte keine weiteren Erkenntnisse. Auch von einer akuten Pankreatitis war damals nichts mehr festzustellen, dank meiner jahrelangen Alkoholabstinenz und meines intensiven Sports, so die Meinung der Ärzte. Als 2020 zu den Durchfällen noch nächtliche Bauchschmerzen dazukamen, versuchte ich Auslöser hierfür in der Ernährung durch Weglassen bestimmter Nahrungsmittel zu finden – allerdings ohne Ergebnis. Vor Wettkämpfen aß ich am Vortag mittags das letzte Mal, musste aber trotzdem kurz vorher eine Toilette aufsuchen, anstatt mich ordentlich aufzuwärmen. Ohne ein vom Arzt verordnetes Durchfallmittel traute ich mich schon gar nicht mehr zu einem Wettkampf zu fahren.
Wie sind Sie auf die Idee gekommen, dass eine Enzymersatztherapie hilfreich sein könnte?
Im Juli 2025 ging es mir plötzlich insgesamt sehr schlecht, mit Schwäche und Schmerzen im ganzen Körper, so dass an Laufen nicht zu denken war. Bei einer Blutuntersuchung wurde ein Lipasewert von über 500 U/l festgestellt. Eine Endosonographie der Bauchspeicheldrüse brachte das Ergebnis: chronische Pankreatitis 2.-3. Grades. Es war doch schon überraschend, dass die Bauchspeicheldrüse offenbar all die Jahre nicht in Ordnung war, obwohl all die Untersuchungen davor nichts gefunden hatten und ich ja auch keinen Alkohol mehr trinke, der Auslöser hierfür sein könnte. Mein „Laufdurchfall“ war also kein „normaler“ Durchfall, wie ich jetzt herausbekam, sondern Fettstuhl im Zusammenhang mit der Pankreatitis. Nachdem ich einmal die Beschreibungen dazu gelesen hatte, gab es keinen Zweifel daran.
Ich bekam dann sofort ein Pankreasenzymmedikament verschrieben, das, wie sich herausstellte, aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen hergestellt wird. Als Vegetarier habe ich mich auf die Suche nach einer Alternative gemacht und kam sehr schnell auf Nortase.
Beschreiben Sie doch bitte Ihre bisherigen Erfahrungen mit NORTASE® im Hinblick auf das Auftreten von Durchfällen beim Laufen.
Nachdem ich mit der Einnahme im August begonnen hatte, rannte ich ohne Durchfall meine Runden. Allerdings war da meine Begeisterung, nun endlich etwas gegen den Durchfall gefunden zu haben, wohl mit am Erfolg beteiligt, denn kurz darauf musste ich wieder mal in die Büsche. Meine Ärzte hatten alle keine Erfahrung mit Nortase und kannten nur Pankreasenzyme vom Schwein. Also habe ich einen Arzt gesucht, der auch Naturheilverfahren beherrscht. In Absprache mit ihm habe ich dann eine passende Dosierung gefunden und NORTASE® zusätzlich mit Darmbakterien ergänzt. Außerdem habe ich die tierischen Fette (Käse, Quark) reduziert. Von da an ging es stetig aufwärts. In den folgenden 4 Monaten hatte ich nur ein einziges Mal Durchfall! Verschwunden sind auch die nächtlichen Bauchschmerzen. Im Advent war dann der große „Test“: Eine 26 km lange Seeumrundung in Ratzeburg, eine sehr anspruchsvolle Strecke. Und was soll ich sagen: Ich bin zum Wettkampf gefahren OHNE zusätzliches Durchfallmittel und OHNE Feuchttücher im Gepäck! Erst rückblickend fiel mir auf, dass ich ja vor dem Start noch nicht einmal daran gedacht hatte, auf die Toilette zu rennen. Was für ein Geschenk! Ich konnte mich „ganz normal“ warmmachen, und im Ziel war ich dann mit 2:25 Stunden nur 2 Minuten langsamer als im Jahr vorher, trotz gesundheitsbedingter Zwangstrainingspause im Sommer!
Auch der Silvesterlauf in Segeberg ging reibungslos. Im Januar hatte ich dann zweimal kurz hintereinander wieder Fettstuhl im Training, warum bleibt ein Rätsel.
Aber wenn es das dann erstmal wieder gewesen sein sollte, kann ich damit leben. Jetzt freue ich mich auf jeden Fall auf die kommenden Rennen!
Wie werden die vegetarischen Verdauungsenzyme richtig dosiert?




